Geschichte der Krayenburg und das Amt Krayenberg



Westlich von Tiefenort und südlich von Kieselbach erhebt sich der kegelförmige 413m hohe Krayenberg über dem Werratal, gekrönt von der Ruine der Krayenburg. Die ursprünglich größere Burganlage erstreckte sich über das gesamte Bergplateau.


500 v C befand sich eine Wallburg unterhalb am Berg

786 Kaiser Karl der Große vermachte dem Stift Hersfeld das ehemalige Amt Krayenberg mit den Gemeindebezirken Burghardtroda, Dönges, Dorndorf, Ettenhausen, Frauensee, Kaiseroda, Kieselbach, Kupfersuhl, Merkers und Tiefenort. Die Krayenburg gilt als "Mutter der Wartburg" da sie wesentlich älter, größer und fester erbaut war.

1407 Abtei Hersfeld verpfändet Amt und Schloss an Sachsen

1516 Ritter Adam von Beichlingen kauft den Besitz - unter ihm gelangt die Burg zu Ihrer höchsten Blüte für die deutsche Geschichte.

1538 letzter Burgherr verstarb und wurde in der Kirche zu Tiefenort beigesetzt

1547 verstarb der zweite Sohn von Adam von Beichlingen - die Burg fiel an Sachsen zurück

1656 nach dem 30 jährigen Krieg war die Burg stark zerstört und dem weiteren Verfall preisgegeben

1699 Amt Krayenburg wurde nach Tiefenort verlegt

um 1900 der damalige Thüringer - Waldverein richtete das Kellergewölbe der Ruine mit Sitzgelegenheiten ein

1925 gründete sich die Krayenburggemeinde mit ca. 20 Nachbarn - unter Anleitung des Schultheißen und Baumeisters Carl Schanz wurde ein Entwurf für den Wiederaufbau der "Neuen Krayenburg" erarbeitet. Grundsteinlegung war am 23. August 1925

1927 feierliche Einweihung des 1. Bauabschnittes der Krayenburgklause

1935 Turmerneuerung und Anbau für ein Burgmuseum

1942 Überdachung des Söllers (Aussichtsplattform) in Fachwerkausführung

1947 Verbot und Auflösung der Berg - Burg- und Waldgemeinden und damit auch die Krayenburggemeinde

ab 1950 Krayenburg diente als Kinderheim und Jugendwerkhof

ab 1960 Kulturbund Kieselbach nahm sich der Burg an und tat viel für die Klause und deren Zugangswege

ab 1964 Naherholungszentrum des Kalibetriebes "Werra" Merkers

1990 09. März Neugründung der Krayenburggemeinde e.V. Tiefenort unter Schultheiß Ernst Narbei

1990 - 91 Freilegen Kellergewölbe unter der Ruine

1992 - 93 Sanierung Ruine (ehemalige westliche Giebelwand)

1995 75. Jubiläum der Krayenburg - Gemeinde e.V. Tiefenort

1996 Übergang Klause Krayenburg mit Ruine und Burgareal von Land Thüringen an die Krayenburggemeinde e.V. Tiefenort

1997 Rekonstruktion /Modernisierung Klause Krayenburg mit Neueröffnung der Gaststätte

1998 Weiterführung der Sanierungsarbeiten an der Ruine und den Außenanlagen
Komplette Sanierung des Kreuzgewölbe (heute Standesamt)
Erweiterung der Übernachtungskapazitäten

1999 Neueindeckung Turmhaube und Schindeldach Klause mit einem Kupferbelag
Sanierung der Zufahrtsstraße vom Wasserbossin Tiefenort bis zur Krayenburg

2000 75. Jubiläum der Krayenburg - Gemeinde e.V. Tiefenort

2000 Sanierung ehemalige Räume der Heimatstube

2000 - 01 Umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Freilichtbühne, Ruine und den Außenanlagen

2001 Erneuerung Haustür Klause Krayenburg

2003 Komplette Dachsanierung Klause Krayenburg

2004 Erneuerung Trinkwasser zur Wasserversorgung Klause Krayenburg

2005 Komplette Erneuerung der Fenster des Aussichtsturmes
Umfangreiche Sanierungsarbeiten an dem Zugang zu den Gästezimmern
Komplette Erneuerung der technischen Ausstattung des Pumpenhauses - zur Trinkwasserversorgung

2005 80. Jubiläum der Krayenburg - Gemeinde e.V. Tiefenort

2006 Die Krayenburg - Gemeinde zählt inzwischen 65 "Nachbarn", davon sind über 30 in der Fremde